Dienstag, 9. April 2013

The one with a lot of shopping and some underground fun


Der Montagmorgen begann gleich erstmal mit einer kleinen Überraschung für uns. Die Mädels, die wir mit zum Wai – O – Tapu genommen hatten, waren hinterher kaum davon zu überzeugen, dass sie uns dafür kein Geld geben sollten. Erstens wären wir sowieso dorthin gefahren, zweitens sind wir ja auch immer mal wieder mitgenommen worden und drittens hätten die umgerechneten Kosten wahrscheinlich zwei Dollar pro Person betragen. Wir hatten den beiden allerdings erzählt, dass uns damals bei unserem Work and Travel Aufenthalt nur einmal etwas geklaut wurde. Nämlich unsere Essenstüte in Christchurch, in der sich leider Feta-Käse befunden hatte. Den hatten wir uns damals einmal gönnen wollen. Man muss dazu sagen, dass Käse allgemein hier ziemlich teuer ist und Feta erst Recht. Tja, die beiden hatten sich offensichtlich nicht mit unseren Beteuerungen, dass das schon okay ist zufrieden geben wollen und so stand eine von ihnen vor unserer Zimmertür mit einem Feta in der Hand. Totaaaal lieb und überhaupt nicht nötig, aber so süß, dass sie an die Geschichte gedacht haben.

Das war dann auch mehr oder weniger das spannendste, das wir an diesem Tag erlebt haben. Wir sind den ganzen Tag durch die Stadt gebummelt, haben ein wenig nach Souvenirs Ausschau gehalten, auch das ein oder andere gekauft (Kommentaranzahl, Pflege von Haus und Hof sowie Email- und Facebooknachrichten werden selbstverständlich honoriert ;)) und uns mit einigen Verkäufern nett unterhalten. Einen ziemlich kleinen aber unglaublich süßen Laden, in dem es auch nicht nur den üblichen Touri-Ramsch gab hatten wir besonders in unser Herz geschlossen. Noch während die Verkäuferin schon unsere Sachen einpackte fielen uns neue Dinge ins Auge. Irgendwann meinte Carina „We really have to go now!“, was die Verkäuferin dazu verleitete lachend „Oh no! Just take a look around. Can I make you a cup of tea?” zu erwiedern.

Den Tag haben wir dann mit einem kleinen Spaziergang am See ausklingen lassen bis es wieder zurück ins Hostel ging. Für das müssen wir auch unbedingt noch eine Bewertung auf www.bbh.co.nz schreiben. Bei den Top 10 unserer bisherigen Hostels steht es im Moment auf Platz 2 (gleich nach dem Wanaka Bakpaka (übrigens kein Schreibfehler unsererseits) in dem wir ein größeres Zimmer als in so manchem Hotel hatten). Also, solltet ihr jemals nach Rotorua kommen, dann merkt auch das „Funky Green Voyager“. Schöne, saubere Zimmer, super Küche mit kostenlosen Gewürzen, fast jeden Morgen Muffins für einen Dollar und Eier für vierzig Cent, gut funktionierende Laundry, hübscher ruhiger Außenbereich und Unmengen von Discounts auf alle möglichen Aktivitäten in und um Rotorua. Wir haben insgesamt etwa 60 Dollar damit gespart. Geleitet wird das ganze übrigens von einem Deutsch-Kiwi-Pärchen.

Da wir das Hostel und seine Bewohner doch ein wenig lieb gewonnen hatten, fiel es uns heute Morgen nicht ganz leicht auszuchecken. Aber vier Nächte sind bei unserem strengen Zeitplan schon einiges. Nun machten wir uns also auf den Weg nach Waitomo, zu den Waitomo Caves. Hier kann man Blackwater Rafting (also unter Tage) in all seinen Ausführungen machen. Wir hatten uns für eine drei Stunden Wet-Tour entschieden. Diese begann um zwölf Uhr mit der Auswahl der geeigneten Kleidung. Wir durften uns also mal wieder in die über alles geliebten Neoprenanzüge zwängen. Zusätzlich dazu gab es diesmal auch noch Neoprensocken, Gummischuhe und einen Helm mit Stirnlampe… oh und natürlich einen Gummireifen. Nach einem ersten Test unserer Ausrüstung, der darin bestand rückwärts mit dem Gummireifen über dem Hintern in einen kleinen Bachlauf zu hüpfen ging es dann auch schon los zur Höhle. Deren Eingang war von außen kaum zu erkennen aber mutig zwängten wir uns durch die enge Öffnung um kurz darauf auch gleich von einer mit Stalagmiten und Stalaktiten geschmückten Höhle begrüßt zu werden. Die nächsten eineinhalb Stunden verbrachten wir damit diese zu durchwandern. Dabei mussten wir immer darauf achten nicht in allzu tiefe Stellen zu treten und, besonders in Flos Fall, uns nicht den Kopf zu stoßen. Das Wasser, das durch die Höhle floss war natürlich mehr als kalt, durch die Wetsuits aber eigentlich gut erträglich. Nur die Hände und Füße waren gegen Ende doch ziemlich taub geworden. An zwei Stellen galt es übrigens einen kleinen Wasserfall rückwärts hinunter zu springen, so wie wir es vorher außerhalb der Höhle geübt hatten. Das war für Carina, die zwar immer für einen Skydive zu haben ist, bei Leitern und Sprungbrettern aber gerne mal Reißaus nimmt, zwar eine kleine Herausforderung, aber viel Zeit zum Überlegen gab es bei dem fließbandmäßigen „Three, two, one, JUMP“ unseres Guides ohnehin nicht. Dieser lies es sich dann auch nicht nehmen einen der Wasserfälle mit Anlauf und lautem „Geronimo-Schrei“ zu überwinden. Neben all der Aktion gab es allerdings noch zwei sehr friedliche Momente. Nämlich dann, als wir in unseren Reifen sitzend und unseren Hintermann jeweils an den Füßen gepackt, als lange Kette durch den unterirdischen Fluss treibend unsere Stirnlampen ausschalten durften. Die komplette Höhlendecke über uns war über und über mit bläulich leuchtenden Glowworms bedeckt (wir schreiben extra nicht Glühwürmchen, weil das nicht das gleiche ist) … wirklich ein wahnsinnig schöner Anblick, bei dem man glatt das kalte Wasser vergessen konnte.

Nach unserem kleinen Abendteuer wurden wir dann mit einer heißen Dusche sowie Suppe und Bagels belohnt. Das hatten wir auch bitter nötig, denn das ganze Herumgeklettere war doch anstrengender als wir gedacht hätten. Da es aber erst drei Uhr war, war noch genug Zeit um in das nahe gelegene Kiwihouse zu gehen. Hier durften wir es also betrachten, das Wappentier Neuseelands, das größer ist, als man es sich doch meistens vorstellt. Wir waren ganz begeistert von den zwei Gesellen, die wir bestaunen durften und hatten auch noch das Glück, genau zur Fütterungszeit dort zu sein. Allgemein war die kleine Anlage sehr schön und nicht so überlaufen wir das Kiwihouse in Rotorua. Das mag daran liegen, dass sich nach Otorohanga wirklich nur Leute verirren, die die Waitomo Caves besichtigen. Nach den beiden Kiwis gab es natürlich auch noch andere einheimische Vögel und Echsen zu bestaunen. Als wir das ausführlich getan hatten folgte nur noch die Fahrt zurück ins Hostel und ein mehr als ereignisreicher Tag ging zu Ende.

Auf bald!

Die Todesmutigen, achtet immer auf den weißen und den roten Helm

Bitte recht freundlich ;)

Carinas erster "Sprung"


Flos erster "Sprung"

Mitten in der Höhle

Der Ausgang ist erreicht

Die Überlebenden

3 Kommentare:

  1. Das stell ich mir ja extrem toll vor! War bestimmt sehr beeindruckend, hätte ich auch gerne gemacht *neid*!

    Wann besucht ihr eigentlich Bilbos Zuhause? Der hat doch bestimmt schon Heimweh!

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  2. Ich teste es jetzt noch ein drittes mal und wenn es wieder nicht klappt, werfe ich mein Handy gegen die wand xD

    Also rückwärts einen Wasserfall runter zu springen hätte ich nicht gemacht :D aber das war bestimmt irre cool! Überhaupt gemein, dass man in Neuseeland so viele coole Sachen machen kann! Am neidischten bin ich ja immer noch aufs Delfinschwimmen :D

    Zeigt mal mehr Fotos, oder kriegt man die dann in Deutschland zu sehen?

    Liebste Grüße,
    Frieda

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  3. Also die Bilder sind ja zum Schreien :-) Die Tour war bestimmt der Hit, da wäre ich gern dabei gewesen. Und Flo der Helm ist das Beste, du siehst aus wie ein ... und dann noch die grünen Sohlen, ich hab mich weggeschmissen vor Lachen.
    LG Agnes

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