Sonntag, 7. April 2013

The one with the Maori warriors and some yummy food


Am Samstag haben wir es dann mal wieder ein wenig ruhiger angehen lassen und so lange geschlafen, dass wir zur Putzzeit, in der das Betreten eigentlich verboten ist, in der Küche unser Frühstück zubereitet haben. Ups…
Am späten Vormittag ging es dann aber doch los in die Stadt um noch ein paar Mitbringsel zu besorgen. Wir haben übrigens überlegt, eventuell nur den Personen etwas mitzubringen, die mindestens einen Kommentar in unserem Blog geschrieben haben. Also vielleicht sollte der ein oder andere doch mal die Tasten klappern lassen ;)

Nachdem wir Carinas Gesundung mit einem Besuch beim besten Fish and Chips der Stadt gefeiert haben ging es dann abends in Polynesian Spa. Hier haben wir wieder mal einen Discount unseres Hostels in Anspruch genommen, was uns immerhin vier Dollar gespart hat. Nachdem wir aus den Umkleidekabinen kamen und unsere Sachen verstauen wollten, wurde uns bewusst, dass wir für die Nutzung der Schließfächer einen Token an der Rezeption hätten kaufen müssen. Als wir gerade darüber diskutierten, noch mal dorthin zu gehen kam auch schon ein Bademeister auf uns zu.
„Hey, can I help you guys?”
“Ah, we just talked about going back to the reception to get a token”
“Well, no worries, I’ll just give you one of mine. Here take that!”
Damit war dann auch das Problem gelöst und wir mal wieder völlig verblüfft von so viel Freundlichkeit. Der Spa war auch richtig, richtig schön. Insgesamt standen uns sieben Pools mit Temperaturen zwischen 39 und 42 Grad zur Verfügung. In einem davon hatte man außerdem eine traumhafte Aussicht auf den See. Im heißen Wasser liegend, den Sternenhimmel betrachtend und dem Geplapper von mindestens dreihundert Japanern lauschend haben wir es uns mal richtig gut gehen lassen.

Heute dann, also am Sonntag, wurden bei uns übrigens die Uhren eine Stunde zurück gestellt. Das heißt wir sind euch jetzt nur noch zehn Stunden voraus und durften ein wenig länger schlafen. Das traf sich auch ganz gut, denn der Wecker klingelte bei uns schon um sieben Uhr. Wir frühstückten schnell und machten uns dann mit zwei deutschen Mädels auf den Weg nach „Wai – O – Tapu – Thermal Wonderland“. Auch hierbei handelt es sich natürlich um ein Gebiet mit hoher geothermaler Aktivität. Eigentlich blubbert und dampft es hier in Rotorua sowieso an jeder Ecke. Ein einfacher Besuch im örtlichen Park reicht schon um sich davon zu überzeugen. Im Wai – O – Tapu ist das ganze aber noch mal ein wenig spektakulärer mit vielen verschiedenen Seen, deren Farben von quietschegrün bis knallorange reichen. Genauso vielfältig wie die Farben sind dann auch die Namen der jeweiligen Gewässer. Mit „Devils Bath“, „Champagne Pool“ und „Frying Pan Flat“ seien nur einige genannt. Pünktlich um 10 Uhr machen sich dann alle Besucher des Parks auf den Weg zu ihren Autos, fahren fünf Minuten zu einem anderen Parkplatz und erwarten dann den Ausbruch des Lady Knox Geysirs um 10:15 Uhr. Wir haben uns das ganze Spektakel natürlich auch nicht entgehen lassen. Hervorgerufen wird der Ausbruch übrigens mit einer Art Seife (sonst wäre die gute Lady Knox eher unpünktlich). Eigentlich ein wenig verrückt, aber immerhin wurde der Geysir auch genauso entdeckt, nämlich als Gefängnisinsassen ihre Wäsche im heißen Wasser waschen wollten.

Am Mittag ließen wir uns dann die Reste unserer Lasagne schmecken und lagen ein wenig faul in der Sonne, die uns die letzten Tage mal wieder sehr gut zu Diensten war. Um kurz vor fünf ging es dann weiter im Tagesprogramm. Wir wurden von einem Bus abgeholt, der uns zum Mitai bringen sollte – einem Maoridorf in dem wir ein wenig von der traditionellen Lebensweise erfahren wollten.
Begonnen hat die Vorstellung mit dem Einzug eines mit Kriegern besetzten Kanus auf einem kleinen Fluss der zum Dorf gehört. Anschließend wurden wir in einen Raum geführt, in dem wir uns hinsetzen und den vielen Tänzen und Gesängen der traditionell gekleideten Maori lauschen konnten. Es war wirklich eine sehr schöne und beeindruckende Vorstellung. Mit den tatoowierten Gesichtern und den weit aufgerissenen Augen und herausgestreckten Zungen sehen die Krieger schon sehr respekteinflößend auf und nicht wenige Kleinkinder und Babys haben erstmal das Heulen angefangen als die Kriegsschreie anfingen. Die Maori, die natürlich heute nicht mehr so leben wie es in der Vorstellung gezeigt wird, haben aber auch immer wieder humorvoll genau darauf hingewiesen. „You know, we also got that stuff like electricity, heating … facebook!”.
Nach den Aufführungen ging es weiter in einen großen Saal wo wir dann endlich das lang ersehnte Hangi (eine Essenszubereitung, bei der alles in einem mit heißen Steinen ausgefüllten Erdloch gegart wird) probieren konnten. Das Essen war wirklich sehr, sehr lecker und vor allem mehr als ausreichend. Wir haben alles einmal versucht und können nun sagen, dass Kumara (Süßkartoffel) und Stuffing wirklich das einzige sind, das uns nicht geschmeckt hat… beides irgendwie zu süß für unsere Geschmacksnerven.
Der Abend war damit aber noch nicht zu Ende. Nachdem es jetzt draußen dunkel war, konnten wir mit unserem Guide noch auf eine kurze Tour durch den Wald aufbrechen. Hier wurden uns verschiedenen Bäume und deren Bedeutung bzw. Verwendung erklärt. Wir waren alle mit Taschenlampen ausgestattet und leider stellte sich heraus, dass der Großteil unserer Mitwanderer wohl noch nie mit solchen in Berührung gekommen war. Alles Stadtkinder ;) Nein, wir waren doch erstaunt wie man es fertig bringen kann, konstant anderen Leuten ins Gesicht zu leuchten. Schließlich kamen wir an einer Quelle an, bei der wir gebeten wurden unsere Taschenlampen auszuschalten (dauerte auch nur gute fünfzehn Minuten bis das alle erledigt hatten) um die Glowworms, die sich hier tummelten bewundern zu können. Das war auch wirklich beeindruckend aber noch beeindruckender war der Anblick, als unser Guide eine große Lampe an der Quelle aufleuchten lies. Wir können glaub ich ziemlich sicher behaupten, dass wir in unserem Leben noch nie so klares Wasser gesehen haben. Die Fische, die sich hier tummelten sahen aus als würden sie in der Luft schweben und ihre Schatten zeichneten sich auf dem Grund der Quelle ab. Ein wirklich sehr schöner Abschluss eines, wenn auch ein klein wenig touristisch, doch wunderschönen Abends.

Es grüßen euch zwei vollgefutterte Backpacker

p.s. „Deutscher Meister wird nur der FCB, nur der FCB, nur der FCB“ ;)
   

Champagne Pool

Hier wohnt also der Teufel

Ausbruch von Lady Knox

Wir mit der guten Lady Knox

Quietschegrüner See

Mud Pool

Champagne Pool mit sehr viel Dampf

Unser Hangi - yummy!

Bilbo auf dem... öh... ja... Geschlechtsteil einer Maorischnitzung

Carina mit zwei Maorikriegern

7 Kommentare:

  1. Das Essen war bestimmt voll lecker...Ich will mehr Essensbilder in Zukunft! Fotografiert doch mal eure heißgeliebten Fish & Chips :)
    Und was bitte habt ihr dem armen Bilbo angetan?? Der ist jetzt bestimmt traumatisiert...

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  2. was heißt deutscher Meister wird der FcB, er ist es!:-)
    Habt ihr euch die Rezepte des tollen Essens aufgeschrieben, oder kann man das nur in einem glühendem Erdloch zubereiten? :)
    Schön, dass es Carina wieder gut geht und ihr die restlichen Tage genießen könnt. Liebe Grüße aus dem heute doch sehr frühlingshaften Duderstadt.

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    1. Juhu(wg Absatz 2). Schweini hat ein Traumtor zur Meisterschaft geschossen. Genießt weiter die Tage und fangt euch nichts mehr ein. Viele Grüße aus der Perle des Eichsfelds

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  3. Ach... die blose Aussicht auf ein Souvenier belebt die gelähmten Finger.
    Hey Flo, konntest Du Carina aus den Fängen der Maorikrieger befreien?
    Bilbo muss zu Hause unbedingt zum Psychater, nachdem was der auf dieser Reise alles durchmachen musste!
    Schmeckt dieser Grüntümpel auch nach Waldmeister?
    Der FCB Meister Gäähn... wen interessierts??

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  4. Hallo Ihr zwei,

    danke für Eure netten und interessanten Reiseberichte aus Neuseeland. Freuen uns immer über Neuigkeiten.
    Allerdings ...
    Auf den Kommentar unter PS hätten wir gut verzichten können :)
    Stefan natürlich nicht.
    LG
    Kerstin

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  5. Aha unter der Aussicht auf Mitbringsel kommen sie alle aus ihrem Loch. Wir sind ja dafür die Anzahl der Kommentare zu honorieren...

    So wie Carina auf dem Bild dreinblickt, packt ihr jetzt nicht nur ein Alpaka sondern auch sonen Krieger ein. Diese Verzückung fehlt irgendwie auf den restlichen Bilder.

    P.S Bilbo hat offenbar Mount Doom bestiegen. Hoffentlich wurde ihm nichts abgebissen...

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    1. Also, dann bin ich aber auch vorne mit dabei :-)

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