Freitag, 5. April 2013

The one with saying „see ya“ (definitely not “goodbye”) to windy Welly, a short stop in Taupo and some smelly stuff in Rotorua


Der letzte Blogeintrag ist mal wieder eine Weile her, aber da es Carina die letzten Tage nicht allzu gut ging, hatten wir dafür nicht so wirklich Nerven. Jetzt ist aber zum Glück alles wieder auf dem Wege der Besserung.

Nun gut, aber beginnen wir mal mit Dienstag. Unserem letzten vollen Tag in Wellington. Hier haben wir es nun auch endlich mal geschafft, dass Free Breakfast in Anspruch zu nehmen. Danach ging es dann auf einen kleinen Streifzug durch die Stadt und schließlich zum Cable Car, das uns zu den botanischen Gärten brachte. Hier lagen wir eine Weile lang einfach nur in der Sonne (oh je, wir sehen schon eure bösen Mienen) und genossen den Ausblick über Wellington. Anschließend ging es noch auf einen kleinen Spaziergang durch den Park, zum Rosengarten und wieder zurück zum Cable Car.
Ursprünglich wollte Flo an diesem Abend eigentlich noch in guter alter Wellington-Manier Poker spielen gehen. Das fiel jedoch aufgrund einer falschen Hausnummer auf der Internetseite des Pubs leider ins Wasser. So verbrachten wir den vorerst letzten Abend in Wellington dann damit, den Wind ins Zimmer hineinwehen zu lassen und den traumhaften Ausblick auf diese traumhafte Stadt zu genießen.

Am Mittwoch war dann schweren Herzens das Packen angesagt. Ich glaub so schwer ist es uns noch nie gefallen, ein Hostel wieder zu verlassen, aber es ist nun mal das Rosemere. Aber immerhin wissen wir jetzt: Wenn wir in fünf Jahren wieder nach Neuseeland kommen, wird es im Rosemere vermutlich immer noch so sein wie zu unserer Work & Travel- Zeit.

Nachdem wir uns noch ein Weilchen mit dem neuen Manager des Hostels unterhalten hatten, wurden wir schließlich von unserem Shuttle abgeholt und zum Mietwagenunternehmen gebracht. Wir haben uns für Omega entschieden, da der Preis hier einfach unschlagbar war. Seit vorgestern dürfen wir nun also einen schicken kleinen Nissan Sunny unser vorübergehendes Eigen nennen. In tiefer Dankbarkeit an eine Gruppe Franzosen haben wir unser neues Schmuckstück auf den Namen Louis getauft.

Louis hat uns dann auch gut aus der Stadt hinaus und auf den Weg nach Taupo gebracht. Hier kamen wir allerdings aufgrund der fünf Stunden Fahrtzeit zwischen den zwei Städten erst relativ spät an. Wir hatten allerdings Glück und bekamen ein Doppelzimmer en Suite (so was von Luxus!) in der Rainbow Lodge, ebenfalls eine Unterkunft, die wir bereits kannten. Abends gab es dann nicht ganz so luxuriös eine Tomatensuppe aus dem Pak’n Save (ooooh zum ersten Mal Pak’n Save in Neuseeland! Irgendwie waren die auf der Südinsel nicht so verbreitet), die aber überraschend gut schmeckte und Carinas Magen ein wenig besänftigen konnte. Am Essenstisch kamen wir mit drei deutschen Mädels ins Gespräch (Hallo Inken, Marlene und Anne) und während wir uns so unterhielten verstrichen die Stunden, so dass wir schließlich erst nach Mitternacht in unser Zimmer zurückkehrten.

Am Donnerstag machten wir uns dann nach dem Frühstück mit den dreien auf zu einer heißen Quelle in Taupo. Diese entspringt auf einer kleinen Anhöhe und läuft dann durch verschiedene kleine Becken natürlichen Ursprungs bis sie in den Waikato River fließt. Hier kann man wunderbar im heißen Wasser liegen und immer mal wieder zur Abkühlung in den Fluss springen. Leider haben wir das an diesem Tag aus Zeitgründen nicht mehr gemacht aber es ist auf jeden Fall ein kleiner Geheimtipp, den sich jeder potentielle Neuseelandreisende merken sollte ;). Weiter ging es dann mit dem Auto zu den Huka Falls, einem Wasserfall des gerade schon erwähnten Waikato Rivers. Dieser ist wirklich beeindruckend und hier lassen wir einfach mal die Bilder für sich sprechen. Anschließend wurden alle wieder ins Auto verfrachtet und es ging noch mal zehn Minuten Fahrzeit weiter zu den „Craters of the Moon“. Das ist ein Gebiet, in dem an verschiedenen Stellen Dampf aus dem Boden aufsteigt. Überall liegt ein leichter Schwefelgeruch in der Luft und man merkt schon deutlich, dass man immer näher an Rotorua, dem Höhepunkt der geothermalen Aktivität in Neuseeland kommt.

Nachdem wir Inken und Marlene, die weiter nach Rotorua hitchhiken wollten an einer dafür günstigen Stelle herausgelassen hatten ging es mit Anne weiter an den Lake Taupo, genauer gesagt zur Acacia Bay. Nachdem wir uns genug an der Schönheit des Sees sattgesehen hatten, waren unsere Mägen leider alles andere als satt. Deswegen ging es auf Futtersuche zurück nach Taupo. Einstimmig wurde beschlossen, dass es (endlich mal wieder) Fish and Chips sein sollten. Leider stellte sich das als Problem heraus, denn auch trotz der mehr als freundlichen Hilfe einer Frau, die bestimmt 10 Minuten ihr Smartphone nach dem besten Laden der Umgebung befragte, lies sich nichts finden, das um die Uhrzeit geöffnet hatte. Letzten Endes beschlossen wir dann zu Dominos (einer Pizzakette) zu gehen und staunten erstmal nicht schlecht. Fünf Doller für eine normale Pizza? Das sind umgerechnet etwas mehr als drei Euro. Wir ließen uns trotz eines gewissen Unglaubens auf die Sache ein und hatten weniger später jeder eine leckere Pizza nach den jeweiligen Wünschen und zu einem unschlagbar günstigen Preis. Leider fing es genau dann als unsere Pizzen fertig waren wieder an zu regnen (das Wetter hatte den ganzen Tag über immer wieder mal nicht mitgespielt) aber wir fuhren trotzdem mit dem Auto wieder zurück an den Lake. Mit Aussicht auf den See, im Auto sitzend, umzingelt von mindestens dreißig hungrigen Möwen und genüsslich Pizza essend konnten wir den Tag dann ausklingen lassen.

Heute ging es dann weiter nach Rotorua. Diese Entscheidung fiel uns nicht ganz leicht, da wir in Taupo etwas nicht gemacht haben, das wir uns eigentlich unbedingt vorgenommen hatten: Das Tongariro Crossing, ein weiterer Great Walk. Allerdings sprachen sowohl das wechselhafte Wetter (der Track ist nur bei äußerst gutem Wetter überhaupt geöffnet) als auch Carinas wechselhaftes Befinden dafür, dies erst einmal sein zu lassen. Auch eine geplante Segelschifffahrt zu einigen zehn Meter hohen Maori Cavings fiel mehr oder weniger ins Wasser. Da wir aber beschlossen, diese eventuell von Rotorua aus nachzuholen (zwischen den zwei Städten liegt nur etwa eine Stunde Fahrzeit) ging es dann doch zu der Stadt, in der Carina 2007 sechs Wochen in einem Hotel gearbeitet hat. Es kamen auch direkt wieder ein wenig Heimatgefühle auf, als wir aus dem Auto stiegen und uns die ersten Schwefelschwaden entgegenwirbelten.

Wir wohnen hier in Rotorua in wahrscheinlich einem der schönsten Hostel Neuseelands in definitiv dem schönsten Zimmer auf unserer bisherigen Reise. Das dazugehörige Badezimmer ist sogar größer als unseres in Nürnberg (gut, wer unser Badezimmer kennt, weiß, dass das keine große Herausforderung ist, aber trotzdem ;)). Wir bleiben hier wahrscheinlich sogar vier Nächte, da es uns so gut gefällt und es in und um Rotorua so einiges zu erleben gibt.
Zuerst haben wir uns aber noch mit Inken und Marlene getroffen, da letztere ihre Postkarten bei uns im Auto vergessen hatte. Es folgte ein kleiner Spaziergang durch einen Park in Rotorua, an dem es mal wieder an jeder Ecke blubberte und dampfte. Noch dazu wurden wir hier von zwei Kerlen in unserem Alter angesprochen, die sich nach einem kurzen Vorgeplänkel gerne mit uns über Jesus unterhalten wollten. Als wir dankend ablehnten, fragten sie, ob sie denn vielleicht noch für uns beten dürften. Nachdem wir ihnen das gestattet hatten ging es auch direkt los. Frisch gesegnet verabschiedeten wir uns von den beiden Mädels.

Nächste Tagespunkt war ein Besuch beim Agrodome, einer Art kleinem Park ein paar Kilometer außerhalb von Rotorua, in dem man beispielsweise eine Sheep Show besuchen aber auch so lustige Dinge wie Zorben (in einem riesigen Ball den Hügel runterrollen) oder Swoopen (in einem Schlafsack einen kleinen freien Fall erleben) machen kann. Wir entschieden uns für die Farm Tour und saßen kurz darauf mit gut fünfzehn aufgeregten Japanern auf einem Wagen, der von einem Traktor über das Gebiet gezogen wurde. Wir durften wahnsinnig große Kühe, wahnsinnig gierige Schafe, wahnsinnig süße Babyalpakas und wahnsinnig scheue Rehe bestaunen und teilweise auch füttern. Besonders für Carina natürlich ein sehr schönes Erlebnis. Weiter ging es dann durch verschiedene Orchards … von Äpfeln über Kiwis und allerlei andere Früchte. Außerdem durften wir sowohl Kiwisaft als auch Kiwiwein und den hier sehr berühmten und auch nicht ganz günstigen Manuka Honig probieren.

Nach der Farm Tour wollten wir eigentlich noch zum Zorben, kamen hier aber gerade an, als alles geschlossen wurde. Eventuell werden wir das allerdings die nächsten Tage nachholen.

Zum Abschluss das Tages haben wir uns dann nach doch recht langer Zeit mal wieder daran gemacht richtig zu kochen und es gab eine sehr leckere Lasagne (Hallo Melisa ;)) die uns auch noch über den morgigen Tag bringen wird.

In dem Sinne: Viele Grüße aus Schwefelhausen! 

Rini mag das Rosemere nicht gehen lassen

Die Huka Falls

Hot Pools

Wir mit Bilbo bei den Huka Falls

Huka Falls die Dritte

Craters of the Moon: Vorsicht ist geboten!

Craters of the Moon die Zweite

Craters of the Moon die Dritte

Craters of the Moon die Vierte

Carina ist auf den Hund gekommen

Beim Alpaka füttern (man beachte wie beide grinsen)

Ein Babyalpaka <3

Flo versucht hungrige Tiere abzuwehren

3 Kommentare:

  1. Oh nein, hoffentlich geht's Carina bald besser! Sehr schönes Familienfoto vor den Huka Falls übrigens. Und so wie es aussieht bringt ihr ein Alpaka mit (mit frappierender Mimikry von Carina).

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    1. Mir gehts zum Glück heute den ersten Tag wieder richtig gut :) Das wurde gleich mit einer Portion Fish and Chips gefeiert ;)
      Hihi... die waren sooooo süß die Alpakas!

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  2. Wie jetzt ihr habt Bilbo getroffen??!! Wie klein die Welt ist...

    Freut mich, dass es Carina besser geht. Euch noch viele Späße :)

    P.S.: Wir haben gestern mal wieder eure Pflanzen ertränkt ^^

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