Nachdem wir Dienstagmorgen Wanaka den Rücken zugekehrt
haben, stellte sich für uns die Frage, wo wir die nächste Nacht verbringen
sollten. Am Lake Tekapo, der auf unserer Reiseroute lag war mal wieder alles
„fully booked“. Mit diesem Problem haben wir Ende März, wo die Saison doch
eigentlich schon vorbei ist wirklich nicht mehr gerechnet. Also haben wir dem
Lake und seiner „Church of the good Shephard“ nur einen kurzen Besuch
abgestattet und unser Nachtlager auf ein winziges Örtchen namens Geraldine
verlegt.
Hier wurden wir von einer sehr netten Hostelbesitzerin
empfangen, die uns ein wieder mal recht schönes Doppelzimmer zuwies. Außerdem
haben wir es auch geschafft, mal wieder unsere Wäsche zu waschen. Nach dem
Routeburn Track sahen unsere Sachen nämlich einfach nur fürchterlich aus und
sind sofort in die „Dreckige-Wäsche-Tüte“ gewandert. Fürs Waschen mussten wir
diesmal nicht mal was bezahlen. Sogar Waschpulver wurde uns zur Verfügung
gestellt.
Gegen Abend wurde das Hostel dann noch richtig voll. Und das
obwohl man Geraldine wahrscheinlich wirklich nur als Rastplatz auf der
Durchreise benutzen kann, denn so wirklich gibt es dort eigentlich nichts. Aber
selbst in solch einem kleinen Örtchen trifft man im Supermarkt auf andere
Deutsche. Das ist schon der Wahnsinn! Wir haben uns mittlerweile allerdings
angewöhnt an öffentlichen Orten bzw. sobald andere Leute um uns herum sind,
Englisch zu reden, einfach aus Höflichkeit und weil die armen Kiwis wahrscheinlich
teilweise das Gefühl haben, von Deutschland eingenommen zu werden ;). Teilweise
finden wir dann gar nicht mehr richtig ins Deutsche zurück und reden
miteinander irgendein Denglisch-Kauderwelsch.
Nach einer sehr ruhigen Nacht ging es dann auch schon weiter
nach Hanmer Springs, wo wir jetzt gerade auf dem örtlichen Campingplatz sind.
Die Nacht soll zwar kalt werden und wir hätten lieber im Hostel geschlafen aber
(ihr könnt es euch denken) „Sorry, we’re fully booked“. Auf dem Weg hierher
haben wir noch einen Kiwi namens Phil einige Kilometer mitgenommen. Er hat uns
erzählt, dass er auf der Suche nach Arbeit und deshalb unterwegs nach Picton
(im Norden der Südinsel) ist.
In Hanmer Springs angekommen haben wir uns sofort auf den
Weg zum örtlichen Spa gemacht, um hier den Rest des Tages zu entspannen. In
Becken mit Wassertemperaturen von 36 bis 42 Grad war das besonders für Carina
sehr leicht möglich. Und besonders das Becken mit Schwefelwasser hat doch
Erinnerungen an ihre Zeit in Rotorua geweckt.
Die Nacht im Van wird wahrscheinlich weniger warm werden.
Für heute Nacht sind nur 6 Grad gemeldet und damit ist wohl dickes einmummeln
angesagt. Vielleicht werden damit zum ersten Mal unsere Schlafsäcke zum Einsatz
kommen, die wir bis jetzt noch gar nicht gebraucht haben. Wir werden sehen.
A freezing
„Good Night“ to all of you!
Ihr Armen, ich sitz hier im warmen Büro und denk dran, wie ihr grad schlottert...
AntwortenLöschenTrotzdem noch eine tolle Zeit euch beiden!
Und (falls ihr das überhaupt während des Urlaubs lest): Ich wünsche mir ein Video von der Innenansicht von Dave. Michael und ich haben nämlich schon wild spekuliert.
Vielen Dank für die Führung in Dave's Innenleben! Nur wo nächtigt Bilbo? Das Steinfeld war echt beeindruckend und die philosophischen Bemerkungen von Flo haben das ganze natürlich extrem bereichert. Habt ihr in der Nacht nun gefroren?
AntwortenLöschenDas Wasser wird im übrigen in der Mitte des Strahl hochgepumpt, dort ist eine Röhre und das Wasser fließt außen herum. Hab ich jetzt die Illusion zerstört?
Bitte bitte, Bilbo hat natürlich sein eigenes Schlafzelt, in Carinas Rucksack und schläft dort in Begleitung von Quack der Ente. Selbstverständlich sind meine philosophischen Bemerkungen immer bereichernd, hast du was anderes erwartet?? In der Nacht habe ich ein bisschen gefroren, Carina war in ihren Schlafsack eingemummelt.
LöschenAch so..... endlich hast du das Rätsel gelöst, ich konnte kaum schlafen ;)
Helfe immer gern!
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