Heute war mal wieder ein ganz
besonderer Tag unserer Neuseelandreise! Wie gestern schon angekündigt, hatten
wir uns zwei Plätze beim Delfinschwimmen gesichert. Also hieß es mal wieder:
Früh aufstehen! (Allerdings schlafen wir hier sowieso selten aus, da um 10 Uhr
meistens Auschecken angesagt ist).
Um neun Uhr ging es dann beim
örtlichen „Dolphin Encounter“ auch schon los. Wir wurden in Gruppen eingeteilt
und anschließend mit etwa dreißig anderen Delfinfreunden in einer Reihe
aufgestellt. Was folgte war eine kritische Musterung von oben nach unten und
die anschließende Zuteilung von Flossen, Schnorchel, Kopfmaske und
Neoprenanzug. Besonders letzterer muss natürlich äußerst eng sitzen, was in der
Sammelumkleidekabine zu einigen gequälten Gesichtsausdrücken und vielen Lachern
führte. Schließlich hatten wir uns aber alle in die Anzüge gequetscht, die Blutzufuhr
zu Händen und Füßen war erfolgreich gestoppt worden und so konnten wir in den
Vorführraum watscheln um uns noch ein Informationsvideo anzusehen. In diesem
wird noch mal eindrücklich klar gemacht, dass wir es sind, die in den
Lebensraum der Delfine eindringen, dass wir respektvoll mit ihnen umgehen
sollen (Anfassen ist beispielsweise verboten) und selbst versuchen müssen die
Aufmerksamkeit auf uns zu lenken (z.B. durch im Kreis schwimmen, abtauchen oder
das Abgeben quietschender Geräusche durch den Schnorchel). Außerdem gibt es
eine Maximalanzahl von fünf Schwimmgängen mit den Delfinen – je nachdem wie sie
sich verhalten.
Im Anschluss an das Video ging es
dann zu einem kleinen Bus, der uns an den Hafen und zu den beiden Booten
bringen sollte. Auf dem Weg dorthin fiel uns ein kleiner Junge auf, der
sichtlich traurig darüber war, im Gegensatz zu seinen beiden älteren Brüdern,
offenbar nicht mitschwimmen zu dürfen. Das Schwimmen mit den Delfinen ist
nämlich, da es sich ja um eine „Open Water Experience“ handelt, erst ab acht
Jahren erlaubt. Eine unserer Betreuerinnen, die sich wirklich rührend um uns
kümmerte, gab sich aber alle Mühe den Kleinen aufzumuntern und ernannte ihn
kurzerhand zum „Dolphin Counter“.
Auf dem Schiff angekommen gab es
dann noch einige Sicherheitshinweise, für unerfahrene eine Einweisung ins
Schnorcheln und dann war auch schon volle Fahrt auf offene See angesagt. Es
dauerte auch wirklich nicht lange, bis wir schon die ersten Delfine relativ nah
an der Küste entdeckt hatten. Also Schnorchel auf, Füße in die Flossen und rein
ins Wasser. Was dann folgt ist mit Worten wirklich schwer zu beschreiben.
Erstmal ist das Wasser trotz Neoprenanzug doch ziemlich kalt, der Schnorchel
ist ungewohnt und man muss sich erst einmal orientieren. Aber dann sind um
einen herum plötzlich diese vielen, vielen wunderschönen Delfine. Sie schwimmen
neben dir her, sie tauchen unter dir durch, sie springen…
Irgendwann schwimmen die Delfine
aber natürlich auch weiter und das ist der Zeitpunkt, wenn alle wieder zum Boot
zurückgerufen werden und die Fahrt weiter geht. Insgesamt durften wir fünfmal
ins Wasser und jedes Mal war es wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Nach dem
letzten Schwimmgang wurden dann alle dazu aufgefordert sich umzuziehen (gar
nicht so leicht auf einem doch recht kleinen Schiff dabei nicht plötzlich nackt
in der Menge zu stehen) und mit heißer Schokolade und Keksen versorgt. Letztere
durfte der kleine Junge verteilen, der am Anfang noch so traurig, aber
mittlerweile total enthusiastisch bei der Sache war.
In trockenen, warmen Klamotten, mit
heißer Schoki und Keksen versorgt durften wir die Delfine dann noch eine gute
Viertelstunde vom Boot aus beobachten. Einige kamen wahnsinnig nah an uns heran
oder tauchten sogar unter uns durch.
Alles in allem auch diesmal ein
wahnsinnig schönes Erlebnis. Und wir wagen zu behaupten: Wer einmal die
Bekanntschaft von wilden Delfinen gemacht hat, der wird nie (wieder) ein
Delphinarium oder ähnliches betreten. Die Tiere führen von sich aus in freier
Wildbahn so viele Kunststücke auf, dass es gar nicht nötig ist, sie zu
irgendetwas zu trainieren. Und wer einmal gesehen hat, wie schnell Delfine
schwimmen und welch weite Strecken sie in kürzester Zeit zurücklegen, dem kann
beim Anblick irgendwelcher kleiner steriler Becken wirklich nur noch ein
Brechreiz kommen.
Morgen geht die Reise dann erstmal wieder zu ihrem
Ausgangspunkt zurück: Nach Christchurch. Hier werden wir eine Nacht bleiben und
am Samstag dann schweren Herzens Dave wieder abgeben. Gegen Nachmittag geht
dann unser Flug naaaaach W-E-L-L-I-N-G-T-O-N <3 !!!
| Flo testet seinen Schnorchel |
| Delfine |
| Nochmal Delfine |
| Und... oh Wunder! Nooochmal Delfine ;) |
Klingt ja wirklich nach einem tollen Erlebnis, freut mich für euch, dass ihr soviele Delfine gesehen habt.
AntwortenLöschenWie gehts es dann in W-E-L-L-I-N-G-T-O-N <3 weiter? Mietet ihr euch wieder ein Auto (verzeiht, ich meine natürlich: Freund fürs Leben)? Dann einen guten Flug!
Ich freu mich so für euch! das ist bestimmt toll gewesen :)
AntwortenLöschenNeid Neid ^^
Ich finde immer die Bilder so atemberaubend, ihr müsst uns unbedingt noch viel mehr zeigen, wenn ihr wieder da seid.
Ihr habt doch nicht im Ernst geglaubt, dass ihr ohne eine nächtelang andauernde Diashow auskommt ;)
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