Mittwoch, 20. März 2013

The one with hot water and cold nights


Nachdem wir Dienstagmorgen Wanaka den Rücken zugekehrt haben, stellte sich für uns die Frage, wo wir die nächste Nacht verbringen sollten. Am Lake Tekapo, der auf unserer Reiseroute lag war mal wieder alles „fully booked“. Mit diesem Problem haben wir Ende März, wo die Saison doch eigentlich schon vorbei ist wirklich nicht mehr gerechnet. Also haben wir dem Lake und seiner „Church of the good Shephard“ nur einen kurzen Besuch abgestattet und unser Nachtlager auf ein winziges Örtchen namens Geraldine verlegt.

Hier wurden wir von einer sehr netten Hostelbesitzerin empfangen, die uns ein wieder mal recht schönes Doppelzimmer zuwies. Außerdem haben wir es auch geschafft, mal wieder unsere Wäsche zu waschen. Nach dem Routeburn Track sahen unsere Sachen nämlich einfach nur fürchterlich aus und sind sofort in die „Dreckige-Wäsche-Tüte“ gewandert. Fürs Waschen mussten wir diesmal nicht mal was bezahlen. Sogar Waschpulver wurde uns zur Verfügung gestellt.

Gegen Abend wurde das Hostel dann noch richtig voll. Und das obwohl man Geraldine wahrscheinlich wirklich nur als Rastplatz auf der Durchreise benutzen kann, denn so wirklich gibt es dort eigentlich nichts. Aber selbst in solch einem kleinen Örtchen trifft man im Supermarkt auf andere Deutsche. Das ist schon der Wahnsinn! Wir haben uns mittlerweile allerdings angewöhnt an öffentlichen Orten bzw. sobald andere Leute um uns herum sind, Englisch zu reden, einfach aus Höflichkeit und weil die armen Kiwis wahrscheinlich teilweise das Gefühl haben, von Deutschland eingenommen zu werden ;). Teilweise finden wir dann gar nicht mehr richtig ins Deutsche zurück und reden miteinander irgendein Denglisch-Kauderwelsch.

Nach einer sehr ruhigen Nacht ging es dann auch schon weiter nach Hanmer Springs, wo wir jetzt gerade auf dem örtlichen Campingplatz sind. Die Nacht soll zwar kalt werden und wir hätten lieber im Hostel geschlafen aber (ihr könnt es euch denken) „Sorry, we’re fully booked“. Auf dem Weg hierher haben wir noch einen Kiwi namens Phil einige Kilometer mitgenommen. Er hat uns erzählt, dass er auf der Suche nach Arbeit und deshalb unterwegs nach Picton (im Norden der Südinsel) ist.

In Hanmer Springs angekommen haben wir uns sofort auf den Weg zum örtlichen Spa gemacht, um hier den Rest des Tages zu entspannen. In Becken mit Wassertemperaturen von 36 bis 42 Grad war das besonders für Carina sehr leicht möglich. Und besonders das Becken mit Schwefelwasser hat doch Erinnerungen an ihre Zeit in Rotorua geweckt.

Die Nacht im Van wird wahrscheinlich weniger warm werden. Für heute Nacht sind nur 6 Grad gemeldet und damit ist wohl dickes einmummeln angesagt. Vielleicht werden damit zum ersten Mal unsere Schlafsäcke zum Einsatz kommen, die wir bis jetzt noch gar nicht gebraucht haben. Wir werden sehen.

A freezing „Good Night“ to all of you! 


4 Kommentare:

  1. Ihr Armen, ich sitz hier im warmen Büro und denk dran, wie ihr grad schlottert...
    Trotzdem noch eine tolle Zeit euch beiden!

    Und (falls ihr das überhaupt während des Urlaubs lest): Ich wünsche mir ein Video von der Innenansicht von Dave. Michael und ich haben nämlich schon wild spekuliert.

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  2. Vielen Dank für die Führung in Dave's Innenleben! Nur wo nächtigt Bilbo? Das Steinfeld war echt beeindruckend und die philosophischen Bemerkungen von Flo haben das ganze natürlich extrem bereichert. Habt ihr in der Nacht nun gefroren?

    Das Wasser wird im übrigen in der Mitte des Strahl hochgepumpt, dort ist eine Röhre und das Wasser fließt außen herum. Hab ich jetzt die Illusion zerstört?

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    1. Bitte bitte, Bilbo hat natürlich sein eigenes Schlafzelt, in Carinas Rucksack und schläft dort in Begleitung von Quack der Ente. Selbstverständlich sind meine philosophischen Bemerkungen immer bereichernd, hast du was anderes erwartet?? In der Nacht habe ich ein bisschen gefroren, Carina war in ihren Schlafsack eingemummelt.

      Ach so..... endlich hast du das Rätsel gelöst, ich konnte kaum schlafen ;)

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    2. Helfe immer gern!

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