Mittwoch, 17. April 2013

The one with a long way back home

Erstmal vorweg, falls es jemand noch nicht mitbekommen haben sollte: Wir sind heile und gesund wieder in Deutschland angekommen! Der Weg dahin war allerdings nicht ganz so entspannend.


Zu unserem letzten vollen Tag in Neuseeland gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Morgens waren wir gemütlich in einem netten kleinen Café frühstücken und haben es uns dann noch mal am Strand von Whitianga gemütlich gemacht. Carina hat es da auch endlich geschafft einen Sonnenbrand zu bekommen. Danach ging es dann einmal über die Straße wieder zum Hostel wo wir gleich erstmal zwei Waschmaschinen und dann zwei Trockner für uns beansprucht haben. Tja und als das dann erledigt war ging es ans Packen. Das war vielleicht ein Gestopfe und Gezerre. Zu allem Unglück waren einige der Souvenire ja auch noch zerbrechlich und mussten so möglichst gut gepolstert werden. Am Ende haben wir aber doch noch alles unter gebracht, wenn es auch knapp war. Angst hatten wir jetzt nur noch vor der Waage am Flughafen.

Den Abend haben wir dann bei einem leckeren Essen in einer Sportsbar ganz kiwilike ausklingen lassen. Den Rückweg haben wir bei sternenklarem Himmel direkt am Strand zurückgelegt. Ach wie uns das Meeresrauschen fehlen wird…

Am nächsten Morgen sind wir dann schon sehr früh aufgestanden und haben ausgecheckt. Immerhin müssen ja alle Eventualitäten wie Staus, Unfälle, Vulkanausbrüche und Herden wild gewordener Oppossums bedacht werden. Letztendlich waren wir dann so früh an der Mietstation und die Leute dort haben uns so schnell wieder abgewimmelt (nicht mal angeschaut hat sich jemand das Auto O.o) das wir schon gegen halb elf am Flughafen waren. Tja und unser Flugzeug sollte um 17:50 Uhr starten. Mit Essen, noch einem letzten Mal Souvenire shoppen und in Flos Fall einem kleinen Mittagschläfchen haben wir die Zeit aber doch einigermaßen überbrücken können. Mit dem Gewicht der Rucksäcke gab es übrigens kein Problem. Wir durften zusammen 60 kg mitnehmen und hatten 48 kg. Trotzdem haben unsere Flightbags einen schicken „Heavy“-Anhänger bekommen.

Der erste Flug ging dann nach Melbourne und war ganz angenehm, da in unserer Dreierreihe der Fensterplatz direkt am Notausgang frei war. Flo hat sich diesen gleich unter den Nagel gerissen, da man hier unendlich viel Beinfreiheit hat. Von Melbourne nach Dubai hatten wir dieses Glück allerdings leider nicht mehr. Dieser Flug war mit knapp unter 14 Stunden auch der längste und hat uns ganz schön geschafft. Zum einen hatten wir mittlerweile seit gut 18 Stunden kein Tageslicht mehr gesehen, bekamen aber ständig Essen serviert, zum anderen war auch Schlafen in dieser Enge nur bedingt möglich. Kaum war man eingeschlafen, war man auch schon wieder wach. Mal lag das einfach nur an der unbequemen Position, mal daran, dass man von einem gewissen Inder, der ständig im Handgepäcksfach herumwühlen musste, auf den Fuß getreten wurde. Zudem mussten sich doch einige Leute in unserer Umgebung übergeben, obwohl wir nicht wirklich schlimme Turbulenzen hatten. Auch Flo ging es teilweise nicht ganz so gut, was aber daran lag, dass die Stewardess sein „I’d like some tea“ mit „I’d like something to eat“ missverstanden hatte, woraufhin ihm zwei leckere Chicken Pies vorgesetzt wurden.

Wir waren dann doch sehr froh, als wir in Dubai angekommen waren und dort nach zwei Stunden dann auch die Sonne aufging. Noch froher waren wir allerdings, als plötzlich seltsame Geräusche aus Carinas Rucksack zu hören waren. Als wir noch darüber rätselten was es damit auf sich haben könnte, kam plötzlich ein kleiner wuschliger Kopf zum Vorschein und uns wurde klar, was da die letzten Tage immer wieder hinter uns her gehuscht war: Bilbo! Unser lieber Freund konnte sich nach all den Abenteuern doch nicht mehr mit seinem Zuhause in Hobbiton zufrieden geben und ist uns gefolgt. Wir haben uns wirklich sehr gefreut ihn wieder bei uns zu haben!

Jetzt stand uns nur noch der letzte und sechsstündige Flug nach Frankfurt bevor. Hier saßen wir zum Glück wieder in einer Zweierreihe und hatten außerdem ein nettes älteres Ehepaar aus Brisbane vor uns sitzen, mit denen wir ein wenig ins Gespräch kamen. So verging die Zeit verhältnismäßig schnell und in Frankfurt angekommen konnten wir auch schon nach kurzer Zeit erleichtert unser Gepäck in Empfang nehmen.

Im Empfangsbereich warteten dann auch schon Carinas Eltern und Schwester, die mit ihrem Fahndungsplakat die Aufmerksamkeit aller Umstehenden erfolgreich auf sich ziehen konnten. Da wurde uns doch tatsächlich unterstellt, wir hätten den armen Bilbo aus seiner Heimat entführt. Dem müssen wir aber doch ganz heftig widersprechen!

Nachdem wir mal wieder mehr als zerknautscht aussahen, gab es Zuhause erstmal eine schöne heiße Dusche, etwas zu essen und die Gelegenheit unsere Rucksäcke und deren Inhalt zu inspizieren. Erfreulicherweise hat außer einer Tafel Schokolade auch alles gut überlebt.

Carinas Eltern waren übrigens damit beauftragt worden uns frühestens um zehn Uhr schlafen zu lassen, was sich gegen Abend als echte Herausforderung herausstellte. Beim gemeinsamen Video-schauen fielen uns immer wieder die Augen zu und als alles „AUFWACHEN!“ nicht mehr viel half wurden wir kurzerhand dazu genötigt um neun Uhr noch mal zu einem nächtlichen Spaziergang aufzubrechen. Bei Carina zeigte dieser allerdings keine nennenswerten Wirkungen und hätte man sie eine Minute aus den Augen gelassen hätte sie sich vermutlich unter den nächsten Baum gelegt und wäre dort binnen Sekunden eingeschlafen.
Daher von unserer Seite noch mal ein großes Lob an unsere Wachhalter! Ihr habt euren Job wirklich sehr ernst genommen ;)

Tja und am nächsten Tag stand dann auch die Rückfahrt nach Nürnberg an. Hier wurden wir nach einer mehr als staureichen Autofahrt an unserer Wohnungstür von einem Plakat, Luftballons und Luftschlangen begrüßt. Sogar im Kühlschrank war etwas für uns hinterlegt worden. Dafür, für die zahlreichen Kommentare zu unseren Beiträgen und das Aufpassen auf Haus und Hof noch mal ein Disneyworld-großes Dankeschön an Michael und Vanessa! Ihr seid die besten der besten der besten mit Auszeichnung J

Tja und nun sind wir wieder hier, haben schon den zweiten Arbeitstag hinter uns und die Waschmaschine ächzt unter den zu bewältigenden Massen. Wir sind schon sehr traurig, dass dieses kleine Abendteuer jetzt schon wieder vorbei ist. Die weiten Aussichten, grasgrünen Hügel, klaren Seen, kreischenden Möwen und das Meeresrauschen werden uns doch sehr fehlen. Aber wir hoffen diesen Blog irgendwann in eine zweite Runde gehen lassen zu können und dann auch wieder Bilbo an unserer Seite zu haben.

Aber wir wollen uns noch nicht ganz von euch verabschieden, da in den nächsten Tagen vermutlich noch ein paar Einträge mit Videos, die wir aus Zeitgründen nicht mehr hochladen konnten, folgen werden. Also schaut ruhig noch ein Weilchen immer mal wieder vorbei. Wir würden uns auf jeden Fall darüber freuen J

Sweet As!

Carina und Flo


Bilboooooooooo

Willkommensplakat an unserer Wohnungstür

Bernhard: Was? Nur so wenig Schokolade habt ihr mitgebracht?
Flo: Also mehr hat wirklich nicht in die Flightbags gepasst!
Carina: Wartet, wartet... ich hab hier noch was!



Unser Empfangskomitee mit Fahndungsplakat

6 Kommentare:

  1. Das Plakat ist ja der Hammer!
    Und ich wäre ja IM LEBEN nicht drauf gekommen, dass Bilbo euch die ganze Zeit verfolgt hat...

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  2. Superschönes Plakat, da habt ihr ja Glück gehabt, dass man euch nicht die Einreise verweigert und wieder zurückgeschickt hat :-)
    Ich würd mal sagen `Glück gehabt`,dass der Zoll den Bilbo nicht gefunden hat, sonst hätte es schlimm enden können:-)oder hatte er ein Einreisevisum?

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  3. Wir wären zurückgeschickt worden.... verdammt.... warum habe ich den Zoll nicht auf uns aufmerksam gemacht.... die hätten uns zurückgeschickt!!!!! Ahhhhhhh

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  4. Ihr scheinheiligen :)
    Ihr wollt ja nur einen Grund haben, wieder nach nz zu reisen um euren lieben Freund auf seiner Reise 'hin und wieder zurück' treu zur Seite stehen zu dürfen! Ha! Aber ich hab euch durchschaut! ;)
    Bigsis

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  5. Scheinheilig? Das ist etwas untertrieben!
    Dieses Verbrechen, dem armen kleinen Kerl vorzugaukeln, ihn in seine Heimat zurück zu bringen, um ihn dann heimtückisch zu entführen, darf nicht ohne strafrechtliche Folgen bleiben. Deshalb wurden die Beiden, in Absprache mit dem Opfer, mit einem fünfjährigen Einreiseverbot nach NZ bestraft.
    Weitere Konsequenzen sind nicht ausgeschlossen!!

    Russland und Co

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    1. 5 Jahre.... könnt ihr vergessen, wir werden bestimmt nicht noch einmal 5 Jahre warten!!!!
      Bilbo ist freiwillig zurückgekommen und genießt sein Leben bei uns in vollen Zügen, aber wir werden mit ihm zusammen bald wieder sein Heimatland besuchen!

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