Nicht ganz nach Hause, nein, so weit sind wir noch nicht. Aber
dafür sind wir vorgestern in unserem ganz persönlichen „home away from home“ angekommen.
Fangen wir mal von vorne an:
Samstagmorgen hieß es also mal wieder Auschecken. Nachdem
das relativ schnell erledigt war, sind wir dann mit Dave noch einmal in die
Innenstadt von Christchurch gefahren um die Zeit bis zum Flug nach Wellington ein
wenig zu überbrücken. Hier konnten wir endlich auch mal wieder einen Teil des
wahren Flairs der Stadt erkennen. In einem Bereich, der sich „Restart“ nennt,
sind viele Geschäfte zur Überbrückung in Containern untergebracht, es gibt
Essensstände und Künstler und allgemein herrschte ein munteres Treiben. Da war
es also wieder, das Christchurch wie wir es kennen. Nach einem kurzen Besuch in
einem dort angesiedelten kleinen „Container-Museum“ in dem über die
Erdbebengeschichte der Region informiert wird mussten wir dann allerdings auch
schon zu einer schweren Fahrt aufbrechen: Daves Rückgabe. Wir haben das kleine
Kerlchen doch sehr ins Herz geschlossen und bis auf das eine Mal am Routeburn
Track hat er uns auch nie im Stich gelassen.
Von einem Shuttle der Vermietungsfirma wurden wir dann
netterweise völlig kostenlos zum Flughafen gebracht, wo wir unsere Rucksäcke,
die doch einiges an Gewicht zugelegt haben eingecheckt haben und dann noch ein
wenig warten durften. Los ging es dann gegen drei Uhr mit einer Propellermaschine,
in der maximal 58 Personen Platz finden. Wahnsinn, das letzte Mal als wir mit
so einer kleinen Maschine geflogen sind, haben wir einen Skydive gemacht ;)
Doch kaum waren wir oben ging es auch schon wieder an die
Landung und wir konnten die ersten Blicke auf unsere Traumstadt erhaschen:
Hallo Wellington, wir sind zurück!
Vom Flughafen aus ging es dann wieder mit einem Shuttle los
in die Innenstadt und dort ins berühmtberüchtigte Rosemere Backpackers, wo wir
2007/2008 doch einige Wochen verbracht haben. An der Stelle mal ganz liebe
Grüße an:
Sarah
Stephi
Christina
Julia H.
Julia B.
Basti
Jury
Flo
Marius
Alex
Terry
John
Ken
Ryu
Mina
Ihr fehlt
hier sehr!!!
Aber obwohl hier mittlerweile natürlich niemand mehr wohnt,
den wir kennen, müssen wir doch sagen, dass der Geist des Rosemere immer noch
vorhanden ist. Wir hatten an unserem ersten Abend auf jeden Fall richtig viel
Spaß.
Spaß hatten wir auch bei unserem ersten Besuch an der
Oriental Bay. Hier wurden wir von zwei Kerlen angesprochen, die eine Wette über
unsere Nationalität am Laufen hatten.
Flo hätten sie als Amerikaner und Carina als Ukrainerin
tituliert. Na ja, knapp daneben ;) Zu Abend gegessen haben wir übrigens im
Wholly Bagels – Carinas altem Arbeitgeber.
Sonntag war dann unser erster richtiger Tag in Wellington
und mit einem Frühstück im „The Lido“ wurde auch noch Flos alter Arbeitgeber
besucht. Da das Wetter nicht das Beste war und es außerdem Pflicht ist, haben
wir danach dem Te Papa (Nationalmuseum) einen Besuch abgestattet. Hier kann man
wirklich Tage verbringen ohne sich zu langweilen und noch dazu ist der Eintritt
kostenlos. Gegen Abend ging es dann zum Essen ins „Great India“ – diesmal kein
ehemaliger Arbeitgeber von uns, dafür aber von zwei Freundinnen (Hallo Sarah
und Julia!). Das Essen war wirklich fantastisch und genauso lecker wie damals,
als wir immer gegen Mitternacht gefüttert wurden, wenn die beiden von ihrem
Arbeitstag zurückkamen. Im Anschluss haben wir uns im „Kaffee Eis“ (diesmal
kein ehemaliger Arbeitgeber von irgendjemandem den wir kennen ;)) noch ein Eis
(wer hätte es gedacht?) gegönnt um dann zum Kino zu gehen. Aber nicht in
irgendein Kino! Neeeeein, es ging in das Kino, in dem die Weltpremiere von „The
Hobbit“ war. Und was haben wir da wohl gesehen? Genau, den Hobbit.
Heute ging es dann nach einer bauchschmerzbedingt eher
unruhigen Nacht erst ziemlich spät los. So spät, dass wir wieder mal das „Free
Breakfast“ verpassten und dies im Starbucks nachholten. Dort war das Frühstück
zwar nicht umsonst aber dafür wenigstens das WiFi.
Außerdem konnten wir den Aufenthalt hier nutzen um für
Carinas Arbeitskollegen (Hallo Dragan!) eine Starbucks-Neuseelandtasse zu
besorgen. Und da die uns so gut gefallen hat, haben wir gleich noch drei für
uns mitgenommen.
Gegen Mittag ging es dann mit dem Bus los in den Stadtteil
Miramar. Hier befindet sich die „Weta Cave“. Eine Art Ausstellung, von Weta
Workshop, ein Unternehmen welches Spezialeffekte und visuelle Effekte für Filme
wie „Herr der Ringe“, „Avatar“, „Narnia“ und ähnlichem erstellt hat. Besonders
gefallen hat uns eine Tour durch einige kreative Bereiche des Weta Workshop.
Hier wurde uns erklärt, wie die Requisiten angefertigt, Special Effects
produziert und normale Menschen in Orks verwandelt werden. Ganz nebenbei gab es
auch noch ein wenig Hintergrundwissen. Wusstet ihr beispielsweise, dass der
Schauspieler des Uruks Lutz zehn Stunden benötigte um sich in seine Figur zu
verwandeln? Jedenfalls für die Szene seiner „Geburt“ da wo er aus dem Erdloch
„geschlüpft“ ist. Für diese Szene wurden Plastische Abdrücke von allen seinen
Körperteilen und Muskeln gemacht. Dieser Arbeitstag bestand für ihn also aus
gut 28 Stunden (10 Stunden Verwandlung, 8 Stunden Dreh, 10 Stunden
Entwandlung). Unser Guide
kommentierte das mit dem Worten „Probably that is why he always looks so angry
… he is just tired!”
Jedenfalls hat es sich sehr gelohnt, wie ihr auch an einigen
Fotos mit Requisiten sehen könnt.
Den morgigen Tag wollen wir dann wieder etwas ruhiger
angehen lassen. Bevor wir Mittwoch (zumindest wenn wir nicht doch noch ne
Wohnung hier finden) nach Taupo aufbrechen.
Bis dahin, liebe Grüße
| Riesengroße Gollumstatue am Flugafen in Wellington |
| Die drei Trolle sind im TePapa zu bewundern |
| Spruch am Oriental Beach in Wellington |
| Carina guckt um Gandalf herum |
| Flo und Gollum |
| Bilbo wird von Lurz gefressen |
Hihi die Bilder sind ja sehr lustig, ich hoffe doch Flo ist Bilbo rettent zur Seite geeilt (zumindest lässt sein Arm entsprechendes vermuten ;) )
AntwortenLöschenEin wenig seltsam ist es ja schon, wie man ein deutsch sprechenes Pärchen ernsthaft für zwei verschiedene Nationlitäten halten kann, die auch nicht so wahnsinnig nahe beieinander liegen!
Aber selbstverständlich haben wir Bilbo aus den Fängen von Lurtz retten können ;)
Löschen*g* es könnte sogar sein, dass wir in dem Moment englisch geredet haben aber ein wenig seltsam waren wir die beiden sowieso ;) Ihr nächster Tipp war glaub ich, dass Flo ein Franzose ist ...