Montag, 1. April 2013

The one with coming home


Nicht ganz nach Hause, nein, so weit sind wir noch nicht. Aber dafür sind wir vorgestern in unserem ganz persönlichen „home away from home“ angekommen. Fangen wir mal von vorne an:

Samstagmorgen hieß es also mal wieder Auschecken. Nachdem das relativ schnell erledigt war, sind wir dann mit Dave noch einmal in die Innenstadt von Christchurch gefahren um die Zeit bis zum Flug nach Wellington ein wenig zu überbrücken. Hier konnten wir endlich auch mal wieder einen Teil des wahren Flairs der Stadt erkennen. In einem Bereich, der sich „Restart“ nennt, sind viele Geschäfte zur Überbrückung in Containern untergebracht, es gibt Essensstände und Künstler und allgemein herrschte ein munteres Treiben. Da war es also wieder, das Christchurch wie wir es kennen. Nach einem kurzen Besuch in einem dort angesiedelten kleinen „Container-Museum“ in dem über die Erdbebengeschichte der Region informiert wird mussten wir dann allerdings auch schon zu einer schweren Fahrt aufbrechen: Daves Rückgabe. Wir haben das kleine Kerlchen doch sehr ins Herz geschlossen und bis auf das eine Mal am Routeburn Track hat er uns auch nie im Stich gelassen.

Von einem Shuttle der Vermietungsfirma wurden wir dann netterweise völlig kostenlos zum Flughafen gebracht, wo wir unsere Rucksäcke, die doch einiges an Gewicht zugelegt haben eingecheckt haben und dann noch ein wenig warten durften. Los ging es dann gegen drei Uhr mit einer Propellermaschine, in der maximal 58 Personen Platz finden. Wahnsinn, das letzte Mal als wir mit so einer kleinen Maschine geflogen sind, haben wir einen Skydive gemacht ;)
Doch kaum waren wir oben ging es auch schon wieder an die Landung und wir konnten die ersten Blicke auf unsere Traumstadt erhaschen: Hallo Wellington, wir sind zurück!

Vom Flughafen aus ging es dann wieder mit einem Shuttle los in die Innenstadt und dort ins berühmtberüchtigte Rosemere Backpackers, wo wir 2007/2008 doch einige Wochen verbracht haben. An der Stelle mal ganz liebe Grüße an:

Sarah
Stephi
Christina
Julia H.
Julia B.
Basti
Jury
Flo
Marius
Alex
Terry
John
Ken
Ryu
Mina

Ihr fehlt hier sehr!!!

Aber obwohl hier mittlerweile natürlich niemand mehr wohnt, den wir kennen, müssen wir doch sagen, dass der Geist des Rosemere immer noch vorhanden ist. Wir hatten an unserem ersten Abend auf jeden Fall richtig viel Spaß.

Spaß hatten wir auch bei unserem ersten Besuch an der Oriental Bay. Hier wurden wir von zwei Kerlen angesprochen, die eine Wette über unsere Nationalität am Laufen hatten.
Flo hätten sie als Amerikaner und Carina als Ukrainerin tituliert. Na ja, knapp daneben ;) Zu Abend gegessen haben wir übrigens im Wholly Bagels – Carinas altem Arbeitgeber.

Sonntag war dann unser erster richtiger Tag in Wellington und mit einem Frühstück im „The Lido“ wurde auch noch Flos alter Arbeitgeber besucht. Da das Wetter nicht das Beste war und es außerdem Pflicht ist, haben wir danach dem Te Papa (Nationalmuseum) einen Besuch abgestattet. Hier kann man wirklich Tage verbringen ohne sich zu langweilen und noch dazu ist der Eintritt kostenlos. Gegen Abend ging es dann zum Essen ins „Great India“ – diesmal kein ehemaliger Arbeitgeber von uns, dafür aber von zwei Freundinnen (Hallo Sarah und Julia!). Das Essen war wirklich fantastisch und genauso lecker wie damals, als wir immer gegen Mitternacht gefüttert wurden, wenn die beiden von ihrem Arbeitstag zurückkamen. Im Anschluss haben wir uns im „Kaffee Eis“ (diesmal kein ehemaliger Arbeitgeber von irgendjemandem den wir kennen ;)) noch ein Eis (wer hätte es gedacht?) gegönnt um dann zum Kino zu gehen. Aber nicht in irgendein Kino! Neeeeein, es ging in das Kino, in dem die Weltpremiere von „The Hobbit“ war. Und was haben wir da wohl gesehen? Genau, den Hobbit.

Heute ging es dann nach einer bauchschmerzbedingt eher unruhigen Nacht erst ziemlich spät los. So spät, dass wir wieder mal das „Free Breakfast“ verpassten und dies im Starbucks nachholten. Dort war das Frühstück zwar nicht umsonst aber dafür wenigstens das WiFi.
Außerdem konnten wir den Aufenthalt hier nutzen um für Carinas Arbeitskollegen (Hallo Dragan!) eine Starbucks-Neuseelandtasse zu besorgen. Und da die uns so gut gefallen hat, haben wir gleich noch drei für uns mitgenommen.
Gegen Mittag ging es dann mit dem Bus los in den Stadtteil Miramar. Hier befindet sich die „Weta Cave“. Eine Art Ausstellung, von Weta Workshop, ein Unternehmen welches Spezialeffekte und visuelle Effekte für Filme wie „Herr der Ringe“, „Avatar“, „Narnia“ und ähnlichem erstellt hat. Besonders gefallen hat uns eine Tour durch einige kreative Bereiche des Weta Workshop. Hier wurde uns erklärt, wie die Requisiten angefertigt, Special Effects produziert und normale Menschen in Orks verwandelt werden. Ganz nebenbei gab es auch noch ein wenig Hintergrundwissen. Wusstet ihr beispielsweise, dass der Schauspieler des Uruks Lutz zehn Stunden benötigte um sich in seine Figur zu verwandeln? Jedenfalls für die Szene seiner „Geburt“ da wo er aus dem Erdloch „geschlüpft“ ist. Für diese Szene wurden Plastische Abdrücke von allen seinen Körperteilen und Muskeln gemacht. Dieser Arbeitstag bestand für ihn also aus gut 28 Stunden (10 Stunden Verwandlung, 8 Stunden Dreh, 10 Stunden Entwandlung). Unser Guide kommentierte das mit dem Worten „Probably that is why he always looks so angry … he is just tired!”
Jedenfalls hat es sich sehr gelohnt, wie ihr auch an einigen Fotos mit Requisiten sehen könnt.
Den morgigen Tag wollen wir dann wieder etwas ruhiger angehen lassen. Bevor wir Mittwoch (zumindest wenn wir nicht doch noch ne Wohnung hier finden) nach Taupo aufbrechen.

Bis dahin, liebe Grüße


Riesengroße Gollumstatue am Flugafen in Wellington

Die drei Trolle sind im TePapa zu bewundern

Spruch am Oriental Beach in Wellington
Carina guckt um Gandalf herum 

Flo und Gollum

Bilbo wird von Lurz gefressen


2 Kommentare:

  1. Hihi die Bilder sind ja sehr lustig, ich hoffe doch Flo ist Bilbo rettent zur Seite geeilt (zumindest lässt sein Arm entsprechendes vermuten ;) )

    Ein wenig seltsam ist es ja schon, wie man ein deutsch sprechenes Pärchen ernsthaft für zwei verschiedene Nationlitäten halten kann, die auch nicht so wahnsinnig nahe beieinander liegen!

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    1. Aber selbstverständlich haben wir Bilbo aus den Fängen von Lurtz retten können ;)

      *g* es könnte sogar sein, dass wir in dem Moment englisch geredet haben aber ein wenig seltsam waren wir die beiden sowieso ;) Ihr nächster Tipp war glaub ich, dass Flo ein Franzose ist ...

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