So ihr
Lieben,
die letzten Tage gab es keinen neuen Blogeintrag, einfach
deshalb, weil wir in Picton zum ersten Mal kein WiFi hatten. Allgemein müssen
wir allerdings sagen, dass die Möglichkeiten ins Internet zu gehen doch viel
weiter verbreitet und vor allem günstiger sind als noch vor fünf Jahren.
Nun gut, jetzt gilt es also einiges aufzuholen, aber eins
Mal als kurze Ankündigung vorweg:
WIR HASSEN SANDFLIES!!!
Irgendwie haben es diese lästigen Viecher diesmal wirklich
auf uns abgesehen. Mittlerweile sind unsere Arme, Beine, Hände und Füße
komplett mit Stichen der kleinen Blutsauger übersäht. Wenn das nur hässlich
aussehen würde, wäre es ja nicht weiter schlimm aber das juuuuuuuuuuckt!!! Ich
glaube das können nur die nachvollziehen, die schon mal Bekanntschaft mit
diesen Ausgeburten der Hölle gemacht haben. Wahrscheinlich gehen wir die Tage
noch mal in eine Apotheke um uns was Härteres geben zu lassen, als die Creme
die wir jetzt haben. Wir sind mittlerweile nur noch damit beschäftigt uns
gegenseitig vom Kratzen abzuhalten und Carinas linker Knöchel ist auf die
doppelte Größe angeschwollen…
Nun aber zu erfreulicheren Dingen: Am Montag sind wir also
von Nelson nach Picton gefahren und haben dafür eine sogenannte Scenic Route
gewählt. Die brachte zwar mal wieder eine leicht serpentinenartige Fahrbahn,
dafür aber auch wunderschöne Ausblicke auf die Ausläufe der Marlborough Sounds
mit sich. In Picton angekommen wurden wir von einer äußerst enthusiastischen
Hostelmutter empfangen, die uns in den zwei Tagen noch sehr ans Herz wachsen
sollte. Wir bekamen eine eigene kleine Wohnung mit dem hübschen Namen
„Candyland“ zugewiesen. Badezimmer, Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer ganz für
uns allein! Purer Luxus! Zwar war in der Wohnung noch ein anderes Schlafzimmer
enthalten, dieses blieb aber die gesamte Zeit leer. Einziger kleiner Hacken der
Wohnung war das Bett. Das war so lang bzw. kurz, dass selbst Carina unten ans
Bettgestell anstieß was für Flo die ganze Sache natürlich nicht bequemer
machte. An unserem ersten Tag in Picton haben wir nicht mehr viel erledigt.
Noch schnell ins ISite und das Wassertaxi für den Queen Charlotte Track
gebucht, ein paar Karten geschrieben und die örtliche Fish and Chips Bude
ausprobiert (mal wieder sehr lecker). Abends haben wir es uns dann in unserem
Wohnzimmer gemütlich gemacht und zum ersten Mal seit über zwei Wochen wieder
Fern gesehen.
Dienstagmorgen ging es dann auf zum Hafen um mit unserem
Katamaran, gesteuert von einem Mann, der einem gewissen Robääääärt, den viele
sicher aus dem deutschen Trash-TV kennen, äußerst ähnlich sah, in die
Marlborough Sounds aufzubrechen. Nach etwa einer halben Stunde Fahrtzeit waren
wir dann auch schon in der Torrea Bay, in der 2007 unsere Wanderung endete,
angekommen. Damals hatten wir uns ja für eine Wanderung mit dem Namen Hilltop
Hiker entschieden. Leider hatten uns weder der Name, noch die Aussage im ISite,
dass sie diesen Track ja noch nie verkauft hätten misstrauisch gemacht. Das
ganze hatte einen Tag, der uns an die Grenzen unserer körperlichen
Belastbarkeit führte, zur Folge. Mittlerweile ist dieser Track in den Informationsbroschüren
übrigens als „very steep and challenging“ und „only for advanced“
ausgeschrieben. Unser diesjähriger Track hatte den schönen Namen „Top of the
World“. Tja und was muss man machen um zum „Top of the World“ zu kommen?
Riiiiichtig! Nach oben laufen! Das haben wir dann auch erstmal ein Weilchen
lang getan. Belohnt wurden wir natürlich mal wieder mit atemberaubenden
Aussichten auf wunderschöne Buchten und die dicht bewachsenen Hügel der Fjorde.
Ein anderes Deutsches Pärchen, mit dem wir immer wieder ins Gespräch kamen
wanderte die Strecke ebenfalls.
Gegen Ende des Tracks wurden wir
dann doch wieder an unsere Zeit auf dem Hilltop Hiker erinnert. Denn plötzlich
war der gut ausgebaute Wanderweg verschwunden und es ging mehr oder weniger
durch dichten Wald nach unten. Der Weg war noch dazu teilweise relativ steil
und man musste wirklich aufpassen. Eine Wurzel übersehen und man wäre Gefahr
gelaufen schneller in der Mistletoe Bay anzukommen als gewünscht. Letzten Endes
ist aber alles gut gegangen und wir hatten noch drei Stunden Zeit um uns in die
Sonne zu legen und Enten zu füttern.
Dann wurden wir wieder von
Robäääärt abgeholt, der uns auf der Rückfahrt noch einiges über das Leben in
den Sounds erzählt hat. Beispielsweise bringen manche Bewohner, die sowieso
morgens mit dem Boot zur Arbeit fahren, ihre Kinder in eine Schule während
andere Zuhause unterrichtet werden. Die schönste Region in Neuseeland ist
seiner Meinung nach übrigens die Golden Bay, die wir leider auch bei unserer
zweiten Reise nicht zu Gesicht bekommen werden. Allerdings wieder mal ein guter
Vorwand für einen weiteren Besuch. Das fand auch Robääärt und verabschiedete
uns mit den Worten „See you next year!“
Den Tag schlossen wir mit einer
weitern Portion Fish and Chips und dem Film „Kiss Kiss, Bang Bang“ ab.
Am Mittwoch schließlich machten wir
uns nach dem Frühstück auf unser neues Zuhause Candyland wieder zu verlassen.
Aber nicht ohne vorher noch ein kleines Schwätzchen mit Sheria, der
Hostelmutter, zu halten. Sie gab uns noch einige Geheimtipps für unsere weitere
Reise mit auf den Weg und war dabei so enthusiastisch und begeisternd, dass wir
aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskamen.
Nach einem kurzen Besuch im
Pictoner Aquarium, wo wir einige Bewohner der örtlichen Gewässer bewundern
durften, ging die Fahrt dann auch schon los. Einen von Sherias Geheimtipps
konnten wir gleich bewundern. Der Strand von dem sie uns so vorgeschwärmt hatte
war wirklich unglaublich schön und den Weg dorthin hätten wir sonst mit
Sicherheit nie eingeschlagen. Ein weiteres Highlight auf der Fahrt nach
Kaikoura war dann die Aussicht auf eine Seal Colony, die es sich auf Felsen
direkt neben dem Highway bequem gemacht hatte.
In Kaikoura angekommen ging es
zuerst mal zur üblichen ersten Anlaufstation: Ins ISite. Dort wurde dann gleich
das Delphinschwimmen für den morgigen Tag gebucht. Um 9 Uhr geht es los und wir
hoffen, dass es wieder so ein schönes Erlebnis wird wie in 2007.
Der restliche Tag war dann ziemlich
ereignislos. Einkaufen, im Hostel einchecken, Fish and Chips essen (ja, wir
werden langsam süchtig).
Nun denn, mal sehen, ob uns die
Delfine morgen wohl gesonnen sind…
| Gods own Paradise! |
| Die Marlborough Sounds |
| Das Ganze nochmal mit Palme |
| Der nicht ganz so gut ausgebaute Teil des Tracks |
| Quack in der Mistletoe Bay |
| Bilbo mit wehendem Haar in der Mistletoe Bay |
| Carina mit dem Wegweiser |
| Yeah, because some guy said so! |
| Zwei glückliche Backpacker |
| Zwei glückliche Babyseals <3 |
Ich hasse Schneeeee!!!!
AntwortenLöschenDie weiße Osterwahrscheinlichkeit liegt bei uns immerhin bei 50% und ihr liegt bei Sonnenschein im Sand :-(((
Candyland finde ich ja super, konnte Flo gleich seine Performance von Calvin J. Candie zum Besten geben. Und so langsam werdet ihr extrem Fish'n'Chips süchtig.
AntwortenLöschenEure Bilder machen richtig neidisch, zum Glück habt ihr noch lange in Neuseeland, genießt es in vollen Zügen!
P.S. Die Abenteuer von Quack & Bilbo finde ich immer ganz besonders interessant!