Mittwoch, 27. März 2013

The one with a lot to catch up


So ihr Lieben,

die letzten Tage gab es keinen neuen Blogeintrag, einfach deshalb, weil wir in Picton zum ersten Mal kein WiFi hatten. Allgemein müssen wir allerdings sagen, dass die Möglichkeiten ins Internet zu gehen doch viel weiter verbreitet und vor allem günstiger sind als noch vor fünf Jahren.

Nun gut, jetzt gilt es also einiges aufzuholen, aber eins Mal als kurze Ankündigung vorweg:

WIR HASSEN SANDFLIES!!!

Irgendwie haben es diese lästigen Viecher diesmal wirklich auf uns abgesehen. Mittlerweile sind unsere Arme, Beine, Hände und Füße komplett mit Stichen der kleinen Blutsauger übersäht. Wenn das nur hässlich aussehen würde, wäre es ja nicht weiter schlimm aber das juuuuuuuuuuckt!!! Ich glaube das können nur die nachvollziehen, die schon mal Bekanntschaft mit diesen Ausgeburten der Hölle gemacht haben. Wahrscheinlich gehen wir die Tage noch mal in eine Apotheke um uns was Härteres geben zu lassen, als die Creme die wir jetzt haben. Wir sind mittlerweile nur noch damit beschäftigt uns gegenseitig vom Kratzen abzuhalten und Carinas linker Knöchel ist auf die doppelte Größe angeschwollen…

Nun aber zu erfreulicheren Dingen: Am Montag sind wir also von Nelson nach Picton gefahren und haben dafür eine sogenannte Scenic Route gewählt. Die brachte zwar mal wieder eine leicht serpentinenartige Fahrbahn, dafür aber auch wunderschöne Ausblicke auf die Ausläufe der Marlborough Sounds mit sich. In Picton angekommen wurden wir von einer äußerst enthusiastischen Hostelmutter empfangen, die uns in den zwei Tagen noch sehr ans Herz wachsen sollte. Wir bekamen eine eigene kleine Wohnung mit dem hübschen Namen „Candyland“ zugewiesen. Badezimmer, Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer ganz für uns allein! Purer Luxus! Zwar war in der Wohnung noch ein anderes Schlafzimmer enthalten, dieses blieb aber die gesamte Zeit leer. Einziger kleiner Hacken der Wohnung war das Bett. Das war so lang bzw. kurz, dass selbst Carina unten ans Bettgestell anstieß was für Flo die ganze Sache natürlich nicht bequemer machte. An unserem ersten Tag in Picton haben wir nicht mehr viel erledigt. Noch schnell ins ISite und das Wassertaxi für den Queen Charlotte Track gebucht, ein paar Karten geschrieben und die örtliche Fish and Chips Bude ausprobiert (mal wieder sehr lecker). Abends haben wir es uns dann in unserem Wohnzimmer gemütlich gemacht und zum ersten Mal seit über zwei Wochen wieder Fern gesehen.

Dienstagmorgen ging es dann auf zum Hafen um mit unserem Katamaran, gesteuert von einem Mann, der einem gewissen Robääääärt, den viele sicher aus dem deutschen Trash-TV kennen, äußerst ähnlich sah, in die Marlborough Sounds aufzubrechen. Nach etwa einer halben Stunde Fahrtzeit waren wir dann auch schon in der Torrea Bay, in der 2007 unsere Wanderung endete, angekommen. Damals hatten wir uns ja für eine Wanderung mit dem Namen Hilltop Hiker entschieden. Leider hatten uns weder der Name, noch die Aussage im ISite, dass sie diesen Track ja noch nie verkauft hätten misstrauisch gemacht. Das ganze hatte einen Tag, der uns an die Grenzen unserer körperlichen Belastbarkeit führte, zur Folge. Mittlerweile ist dieser Track in den Informationsbroschüren übrigens als „very steep and challenging“ und „only for advanced“ ausgeschrieben. Unser diesjähriger Track hatte den schönen Namen „Top of the World“. Tja und was muss man machen um zum „Top of the World“ zu kommen? Riiiiichtig! Nach oben laufen! Das haben wir dann auch erstmal ein Weilchen lang getan. Belohnt wurden wir natürlich mal wieder mit atemberaubenden Aussichten auf wunderschöne Buchten und die dicht bewachsenen Hügel der Fjorde. Ein anderes Deutsches Pärchen, mit dem wir immer wieder ins Gespräch kamen wanderte die Strecke ebenfalls.
Gegen Ende des Tracks wurden wir dann doch wieder an unsere Zeit auf dem Hilltop Hiker erinnert. Denn plötzlich war der gut ausgebaute Wanderweg verschwunden und es ging mehr oder weniger durch dichten Wald nach unten. Der Weg war noch dazu teilweise relativ steil und man musste wirklich aufpassen. Eine Wurzel übersehen und man wäre Gefahr gelaufen schneller in der Mistletoe Bay anzukommen als gewünscht. Letzten Endes ist aber alles gut gegangen und wir hatten noch drei Stunden Zeit um uns in die Sonne zu legen und Enten zu füttern.

Dann wurden wir wieder von Robäääärt abgeholt, der uns auf der Rückfahrt noch einiges über das Leben in den Sounds erzählt hat. Beispielsweise bringen manche Bewohner, die sowieso morgens mit dem Boot zur Arbeit fahren, ihre Kinder in eine Schule während andere Zuhause unterrichtet werden. Die schönste Region in Neuseeland ist seiner Meinung nach übrigens die Golden Bay, die wir leider auch bei unserer zweiten Reise nicht zu Gesicht bekommen werden. Allerdings wieder mal ein guter Vorwand für einen weiteren Besuch. Das fand auch Robääärt und verabschiedete uns mit den Worten „See you next year!“

Den Tag schlossen wir mit einer weitern Portion Fish and Chips und dem Film „Kiss Kiss, Bang Bang“ ab.

Am Mittwoch schließlich machten wir uns nach dem Frühstück auf unser neues Zuhause Candyland wieder zu verlassen. Aber nicht ohne vorher noch ein kleines Schwätzchen mit Sheria, der Hostelmutter, zu halten. Sie gab uns noch einige Geheimtipps für unsere weitere Reise mit auf den Weg und war dabei so enthusiastisch und begeisternd, dass wir aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskamen.

Nach einem kurzen Besuch im Pictoner Aquarium, wo wir einige Bewohner der örtlichen Gewässer bewundern durften, ging die Fahrt dann auch schon los. Einen von Sherias Geheimtipps konnten wir gleich bewundern. Der Strand von dem sie uns so vorgeschwärmt hatte war wirklich unglaublich schön und den Weg dorthin hätten wir sonst mit Sicherheit nie eingeschlagen. Ein weiteres Highlight auf der Fahrt nach Kaikoura war dann die Aussicht auf eine Seal Colony, die es sich auf Felsen direkt neben dem Highway bequem gemacht hatte.

In Kaikoura angekommen ging es zuerst mal zur üblichen ersten Anlaufstation: Ins ISite. Dort wurde dann gleich das Delphinschwimmen für den morgigen Tag gebucht. Um 9 Uhr geht es los und wir hoffen, dass es wieder so ein schönes Erlebnis wird wie in 2007.

Der restliche Tag war dann ziemlich ereignislos. Einkaufen, im Hostel einchecken, Fish and Chips essen (ja, wir werden langsam süchtig).

Nun denn, mal sehen, ob uns die Delfine morgen wohl gesonnen sind…

Gods own Paradise!

Die Marlborough Sounds

Das Ganze nochmal mit Palme

Der nicht ganz so gut ausgebaute Teil des Tracks

Quack in der Mistletoe Bay

Bilbo mit wehendem Haar in der Mistletoe Bay

Carina mit dem Wegweiser

Yeah, because some guy said so! 

Zwei glückliche Backpacker

Zwei glückliche Babyseals <3


2 Kommentare:

  1. Ich hasse Schneeeee!!!!
    Die weiße Osterwahrscheinlichkeit liegt bei uns immerhin bei 50% und ihr liegt bei Sonnenschein im Sand :-(((

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  2. Candyland finde ich ja super, konnte Flo gleich seine Performance von Calvin J. Candie zum Besten geben. Und so langsam werdet ihr extrem Fish'n'Chips süchtig.

    Eure Bilder machen richtig neidisch, zum Glück habt ihr noch lange in Neuseeland, genießt es in vollen Zügen!


    P.S. Die Abenteuer von Quack & Bilbo finde ich immer ganz besonders interessant!

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