Donnerstag, 28. März 2013

The one with THE DOLPHINS!!!


Heute war mal wieder ein ganz besonderer Tag unserer Neuseelandreise! Wie gestern schon angekündigt, hatten wir uns zwei Plätze beim Delfinschwimmen gesichert. Also hieß es mal wieder: Früh aufstehen! (Allerdings schlafen wir hier sowieso selten aus, da um 10 Uhr meistens Auschecken angesagt ist).

Um neun Uhr ging es dann beim örtlichen „Dolphin Encounter“ auch schon los. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und anschließend mit etwa dreißig anderen Delfinfreunden in einer Reihe aufgestellt. Was folgte war eine kritische Musterung von oben nach unten und die anschließende Zuteilung von Flossen, Schnorchel, Kopfmaske und Neoprenanzug. Besonders letzterer muss natürlich äußerst eng sitzen, was in der Sammelumkleidekabine zu einigen gequälten Gesichtsausdrücken und vielen Lachern führte. Schließlich hatten wir uns aber alle in die Anzüge gequetscht, die Blutzufuhr zu Händen und Füßen war erfolgreich gestoppt worden und so konnten wir in den Vorführraum watscheln um uns noch ein Informationsvideo anzusehen. In diesem wird noch mal eindrücklich klar gemacht, dass wir es sind, die in den Lebensraum der Delfine eindringen, dass wir respektvoll mit ihnen umgehen sollen (Anfassen ist beispielsweise verboten) und selbst versuchen müssen die Aufmerksamkeit auf uns zu lenken (z.B. durch im Kreis schwimmen, abtauchen oder das Abgeben quietschender Geräusche durch den Schnorchel). Außerdem gibt es eine Maximalanzahl von fünf Schwimmgängen mit den Delfinen – je nachdem wie sie sich verhalten.

Im Anschluss an das Video ging es dann zu einem kleinen Bus, der uns an den Hafen und zu den beiden Booten bringen sollte. Auf dem Weg dorthin fiel uns ein kleiner Junge auf, der sichtlich traurig darüber war, im Gegensatz zu seinen beiden älteren Brüdern, offenbar nicht mitschwimmen zu dürfen. Das Schwimmen mit den Delfinen ist nämlich, da es sich ja um eine „Open Water Experience“ handelt, erst ab acht Jahren erlaubt. Eine unserer Betreuerinnen, die sich wirklich rührend um uns kümmerte, gab sich aber alle Mühe den Kleinen aufzumuntern und ernannte ihn kurzerhand zum „Dolphin Counter“.

Auf dem Schiff angekommen gab es dann noch einige Sicherheitshinweise, für unerfahrene eine Einweisung ins Schnorcheln und dann war auch schon volle Fahrt auf offene See angesagt. Es dauerte auch wirklich nicht lange, bis wir schon die ersten Delfine relativ nah an der Küste entdeckt hatten. Also Schnorchel auf, Füße in die Flossen und rein ins Wasser. Was dann folgt ist mit Worten wirklich schwer zu beschreiben. Erstmal ist das Wasser trotz Neoprenanzug doch ziemlich kalt, der Schnorchel ist ungewohnt und man muss sich erst einmal orientieren. Aber dann sind um einen herum plötzlich diese vielen, vielen wunderschönen Delfine. Sie schwimmen neben dir her, sie tauchen unter dir durch, sie springen…

Irgendwann schwimmen die Delfine aber natürlich auch weiter und das ist der Zeitpunkt, wenn alle wieder zum Boot zurückgerufen werden und die Fahrt weiter geht. Insgesamt durften wir fünfmal ins Wasser und jedes Mal war es wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Nach dem letzten Schwimmgang wurden dann alle dazu aufgefordert sich umzuziehen (gar nicht so leicht auf einem doch recht kleinen Schiff dabei nicht plötzlich nackt in der Menge zu stehen) und mit heißer Schokolade und Keksen versorgt. Letztere durfte der kleine Junge verteilen, der am Anfang noch so traurig, aber mittlerweile total enthusiastisch bei der Sache war.

In trockenen, warmen Klamotten, mit heißer Schoki und Keksen versorgt durften wir die Delfine dann noch eine gute Viertelstunde vom Boot aus beobachten. Einige kamen wahnsinnig nah an uns heran oder tauchten sogar unter uns durch.

Alles in allem auch diesmal ein wahnsinnig schönes Erlebnis. Und wir wagen zu behaupten: Wer einmal die Bekanntschaft von wilden Delfinen gemacht hat, der wird nie (wieder) ein Delphinarium oder ähnliches betreten. Die Tiere führen von sich aus in freier Wildbahn so viele Kunststücke auf, dass es gar nicht nötig ist, sie zu irgendetwas zu trainieren. Und wer einmal gesehen hat, wie schnell Delfine schwimmen und welch weite Strecken sie in kürzester Zeit zurücklegen, dem kann beim Anblick irgendwelcher kleiner steriler Becken wirklich nur noch ein Brechreiz kommen.

Morgen geht die Reise dann erstmal wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück: Nach Christchurch. Hier werden wir eine Nacht bleiben und am Samstag dann schweren Herzens Dave wieder abgeben. Gegen Nachmittag geht dann unser Flug naaaaach W-E-L-L-I-N-G-T-O-N <3 !!!

Flo testet seinen Schnorchel

Delfine

Nochmal Delfine

Und... oh Wunder! Nooochmal Delfine ;)

3 Kommentare:

  1. Klingt ja wirklich nach einem tollen Erlebnis, freut mich für euch, dass ihr soviele Delfine gesehen habt.

    Wie gehts es dann in W-E-L-L-I-N-G-T-O-N <3 weiter? Mietet ihr euch wieder ein Auto (verzeiht, ich meine natürlich: Freund fürs Leben)? Dann einen guten Flug!

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  2. Ich freu mich so für euch! das ist bestimmt toll gewesen :)
    Neid Neid ^^
    Ich finde immer die Bilder so atemberaubend, ihr müsst uns unbedingt noch viel mehr zeigen, wenn ihr wieder da seid.

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  3. Ihr habt doch nicht im Ernst geglaubt, dass ihr ohne eine nächtelang andauernde Diashow auskommt ;)

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