Jetlag? Was soll das eigentlich sein? Dieser Zustand, der
vielen ganz schön zu schaffen macht, kann uns offensichtlich nichts anhaben.
Nachdem wir um zehn todmüde ins Bett gefallen sind, haben wir bis acht Uhr
morgens komplett durchgeschlafen und waren dann endlich richtig erholt und
ausgeruht.
Nach dem Frühstück ging es dann mit dem Taxi los um unseren
Van abzuholen. Wer jetzt obgleich dieser Dekadenz die Augenbrauen nach oben
zieht, dem soll gesagt sein, dass es zum Einen zum Laufen definitiv zu weit war
und dass wir zum anderen nicht nur eine Taxifahrt sondern gleichzeitig auch
eine Stadtführung bekommen haben (auch wenn wir letzteres vorher natürlich
nicht wissen konnten). Wir kamen mit unserem Fahrer ins Gespräch und auf der
knapp viertelstündigen Fahrt hat er uns so einiges über die Auswirkungen des
Erdbebens erzählt. Teilweise kommentierte er die Gebäude ganzer Straßenzüge mit
entweder „They will take this one down“ oder „They will keep that one“. Er hat
uns von Häusern erzählt, bei denen die Fenster des Erdgeschosses nach dem Beben
nur noch wenige Zentimeter über dem Boden waren und von kilometerlangen
Straßenzügen die komplett ausgebessert werden müssen. Sein abschließend Resume war aber in etwa „You
know… as we don`t know how the weather will be tomorrow, we don`t know when
there will be the next earthquake. You just have to life with it.”
Bei der Campervermietung angekommen gab es dann noch ein
paar Formalien zu klären und dann konnten wir ihn auch schon in Empfang nehmen:
Dave! Dave ist unser Camper, der uns die nächsten drei Wochen auf der Südinsel
sowohl Gefährt als auch Schlafzimmer sein soll. Bis jetzt hat er sich sehr gut
gemacht und Flo hat auch das Fahren auf der linken Seite durch Christchurchs
Innenstadt gut gemeistert. Carina wird sich für diese etwas andere Erfahrung
dann lieber eine ein wenig ruhigere Gegend aussuchen...
Mittlerweile sind wir jetzt in Akaroa, was in etwa 70 km östlich von
Christchurch liegt. Hier haben wir es uns auf einem Campingplatz gemütlich
gemacht und nach einem ersten Schnuppergang durch das kleine Städtchen haben
wir uns dazu entschlossen noch einen kurzen Walkway zurückzulegen. So viel wie
wir hier schon in den ersten zwei Tagen gelaufen sind laufen wir in Deutschland
wahrscheinlich nicht mal in zwei Wochen ;)
Auf dem Weg zum Walkway gab es dann auch noch den hier typischen
Snack für zwischendurch: Fish and Chips! Wirklich sehr lecker und vor allem
frisch im örtlichen Hafen gefangen (der Fish, nicht die Chips ;))! Hach ja, ein
Land in dem man ohne schlechtes Gewissen Fisch und Fleisch essen kann… das
freut natürlich besonders Carina. Wir sind heute auch an so einigen Rinder- und
Schafweiden vorbei gefahren und es ist wirklich unglaublich wie viel Platz die
Tiere hier haben.
Den Tag haben wir jetzt mit einem leckeren Mahl
abgeschlossen und sind nun mal auf die erste Nacht im Camper gespannt. Fakt
ist, dass es hier drin ein wenig so aussieht wie in einem Elektrogeschäft. Von
Dreierstecker über Adapter, Laptop, Handyladekabel …
Morgen soll es dann weiter gehen nach Oamaru, wo wir
entweder ein oder zwei Nächte bleiben wollen. Wir haben schon festgestellt,
dass wir unser Programm wahrscheinlich ein wenig zu straff gespannt haben und
da wir ja nicht nur zum Rumhetzen sondern auch zum Urlauben hier sind, werden
wir den ganz südlichen Teil der Südinsel nun vermutlich doch auslassen.
Invercargill soll sowieso nicht soo spannend sein, auch wenn wir es gerne
mitgenommen hätten. Aber einige Sachen sollten wir uns ja auch noch für die
dritte Neuseelandreise aufsparen. Denn dass dies nicht unser letzter Besuch in
diesem wunderschönen Land sein wird, dass haben wir heute einstimmig
beschlossen. Auch wenn wir die nächsten Jahre erstmal auch andere schöne Orte
erkunden möchten.
Dann sagen wir mal: Gute Nacht bzw. Guten Morgen :)
Dave’s Guests
Dave’s Guests
![]() |
| Quack schaut aus dem Flugzeugfenster |
| Endlich angekommen! |
| Unser Dave :) |
| Bilbo in Akaroa |

Ein herzliches Hallo aus Duderstadt, freut mich, dass alles bisher einigermaßen geklappt hat. Noch schöne Tage, gute Erholung und keinen Stress. Vlg Michael
AntwortenLöschenHallo ihr zwei,
AntwortenLöschendie Feststellung, dass es in "eurem" Camper so aussieht wie in einem Elektrogeschäft, erinnert mich doch sehr an unseren Wohnwagen, wenn Stefan sich dort mit seinem Macbook, Handy und sonstigem elektrischen Gerät ausbreitet.
Seid froh, dass ihr nicht in Deutschland seid, dieser Winter will irgendwie nicht enden - alles weiß :(
Trotzdem liebe Grüße aus Duderstadt. Kerstin, Bernward, Stefan und Hanna
Hallo ihr da unten,
AntwortenLöschendies ist ein Hilferuf aus dem tiefsten Winter seit Menschengedenken. Schickt uns Wärme, Wärme, Wärme und Sonne. Hier herscht das absolute Chaos!!! Seid froh, dass ihr schon da seid. Flughafen Ffm geschlossen!
Mit Dave könnt ihr nicht unerkannt entkommen, gab´s den nicht in Tarnfarbe?;-)
Ganz liebe Grüße von der Mömbriser Family
Heyho, da steht nicht wirklich "hippie" auf Daves dezentem Hinterteil?!! Sehr cool, erinnert mich jetzt jedoch grad ein wenig an Paviane, wegen des orangerot und so.. ;)
AntwortenLöschenWünsch euch sehr viel Spaß und viele weitere wunderschöne Erlebnisse in diesem schönen Land, aber auch Zeit für Urlaub und Entspannung!
Möge Dave euch immer ans richtige Ziel bringen und nicht unterwegs schlapp machen!
Liebste Grüße aus Kölle, bigsis & lilneph :)